24. Die Vergangenen Kriege

Der Erste Globalkrieg: 36-43 UR (1828-35)
Seit etwa 20 Jahren verspürten die Balkanvölker, insbesondere die Griechen, den Wunsch unabhängig zu sein. Selbst wenn das Osmanische Empire als große Besatzungsmacht Zuckerbrot Peitsche bravourös abwechselte, wollte die nicht-muslimische Bevölkerung (unter türkischer Kontrolle), wie die anderen Völker Europas, ihren eigenen Idealen folgen.
Die einen waren Republikaner, aber nicht zwangsläufig Unionisten der UR, die anderen eher religiös, aber ohne grenzenloses Vertrauen in die Moskaukonklave, den Britisch-Russischen Thron und die wiedervereinte Christenheit.
Seit Jahren lieferten die UR auf der einen, und die Britisch-Russische Konklave auf der anderen Seite, Waffen und Unterstützungsversprechen an Unabhängigkeitsgruppen aller Ufer, besonders an Griechenland. Als jene ihre Aufstände begannen, war dies der Startschuss eines Wettlaufs zwischen der UR und dem BRE um die Angliederung des Balkans. Ein Wettlauf, der in einem globalen Konflikt mündete.
Tatsächlich begannen Hinterland-Stützpunkte der zwei großen Mächte (Nordamerika und Australien) militärische Maßnahmen, die zum einen dazu dienten die industrielle Macht, die im Krieg unabdingbar ist, und zum anderen, die nicht weniger wichtigen energetischen Ressourcen zu verringern.
Dies entfachte anschließend die Antillen-Region, und Stück für Stück die Spanisch-Amerikanische Republik auf der Seite der UR, sowie das junge Brasilien-Empire, zu dem Zeitpunkt noch unabhängig vom BRE.
In Bezug auf die bemannte Militärtechnik (zusätzlich zum Bodenkrieg) beeinflußte das Erscheinen von gepanzerten Dampfschiffen tiefgreifend die Marinemanöver und anschließend den Ausgang des gesamten Krieges. : Als die zwei großen kriegsführenden Mächte keine Flottenschiffe mehr hatten, endete der Krieg von selbst, und jeder begann seine Wirtschaft wieder aufzubauen, während die Kriegslust verflog.
Das Osmanische Empire war der große Sieger dieses Konflikts, da es keinen seiner beiden Widersacher bevorzugte, sie sich gegenseitig zerstören ließ, und schließlich den Balkan unter seiner Autoritätsherrschaft behielt. Mit Ausnahme einiger griechischen Inseln, die jetzt Militärstützpunkte der UR bzw. des BRE oder Lager der Widerstandskämpfer sind.


Der Kolonialkrieg : 53-70 UR (1845-62)
Gegensätzlich zu den vorhergehenden Kriegen, in denen Bürgerarmeen aufgerufen waren Metropolengebiete, d.h. die Geburtsheimat zu verteidigen, rief der Kolonialkrieg Berufsarmeen für ökonomischere und strategischere Ziele auf. Deshalb fand dieser Konflikt in den abgelegeneren Gebieten des Globus statt, insbesondere in Schwarzafrika.
Das auslösende Element dieses Konflikts, war der Wille zweier Blöcke Eisenbahnnetze auf dem Schwarzen Kontinent anzulegen, und die daraus resultierende Notwendigkeit des Besitzes zusammenhängender und sicherer Territorien. Es folgten Truppenbewegungen an Land, auf dem Wasser und als Neuheit von mehreren Luftraketen des Typs Aerostat.
Der Konflikt kam zum Stehen, als die Kolonien neu und kohärenter unter der UR und dem BRE aufgeteilt worden waren. Diese extreme Logik gab dem afrikanischen Kontinent seine Zweigeteiltheit : Westen UR und Osten BRE.
In anderen Teilen des Globus drückte sich eine ähnliche Logik aus, aber nicht zu vergessen sind die Konfrontationen mit den Eingeborenen, die manchmal auf der Seite des Gegners stehen, oder einfach Gegner sind.
Dieser Krieg ist das Werk von Bruce dem Ersten, er versinnbildlicht seinen Willen das BRE auf allen Kontinenten zu implantieren, um alle Volksstämme freiwillig oder unter Zwang seiner rotgekleideten Armee zu unterwerfen. Man beachte, daß das weniger brutale Kolonisationsvorgehen durch die UR leider nicht mehr bedeutete als ein weiniger großes Territorium.

Der Wettlauf um das All : 82-92 UR (1874-84)
Die Erforschung des Sonnensystems, und besonders der Monde des Eole, scheint das aktuelle Thema der blockübergreifenden Strategie zu sein. Doch nach dem Auftauchen des neuen antieuropäischen Empires - dem Levanten-Empire - bleiben viele der militärischen und diplomatischen Aktivitäten noch auf unsere gute alte Erde zentriert, besonders seitdem die Beziehungen zwischen den Blöcken protokollarischer geworden sind.
Jedoch bleibt ein Fakt unabstreitbar : Die Entwicklungssprünge in Technik und Industrie wurden zu einem guten Teil dank der Roten Kohle gemacht, und die irdischen Reserven scheinen wie Schnee in der Sonne zu schmelzen. Ihr Abbau auf anderen Planeten wird die heilbringendste Lösung sein, die es gilt in die Tat umzusetzen, woraus die Beschleunigung des Wettlaufs um das All resultiert.
Bleibt, daß mit der Zunahme der Spionage und der Perfektionierung der Mechanik und des Militärs, zahlreiche Analysten bereits den Zweiten Globalkrieg, als unausweichliches Resultat des energetischen Stresses in jedem der zwei Blöcke (nun noch verstärkt durch zwei antieuropäische Empires), voraussagen.

23. Republikanisches Alphabet - 25. Die Automotive