| Der
Erste Globalkrieg: 36-43 UR (1828-35)
Seit etwa 20 Jahren verspürten die Balkanvölker, insbesondere
die Griechen, den Wunsch unabhängig zu sein. Selbst wenn das
Osmanische Empire als große Besatzungsmacht Zuckerbrot Peitsche
bravourös abwechselte, wollte die nicht-muslimische Bevölkerung
(unter türkischer Kontrolle), wie die anderen Völker Europas,
ihren eigenen Idealen folgen.
Die einen waren Republikaner, aber nicht zwangsläufig Unionisten
der UR, die anderen eher religiös, aber ohne grenzenloses Vertrauen
in die Moskaukonklave, den Britisch-Russischen Thron und die wiedervereinte
Christenheit.
Seit Jahren lieferten die UR auf der einen, und die Britisch-Russische
Konklave auf der anderen Seite, Waffen und Unterstützungsversprechen
an Unabhängigkeitsgruppen aller Ufer, besonders an Griechenland.
Als jene ihre Aufstände begannen, war dies der Startschuss eines
Wettlaufs zwischen der UR und dem BRE um die Angliederung des Balkans.
Ein Wettlauf, der in einem globalen Konflikt mündete.
Tatsächlich begannen Hinterland-Stützpunkte der zwei großen
Mächte (Nordamerika und Australien) militärische Maßnahmen,
die zum einen dazu dienten die industrielle Macht, die im Krieg unabdingbar
ist, und zum anderen, die nicht weniger wichtigen energetischen Ressourcen
zu verringern.
Dies entfachte anschließend die Antillen-Region, und Stück
für Stück die Spanisch-Amerikanische Republik auf der Seite
der UR, sowie das junge Brasilien-Empire, zu dem Zeitpunkt noch unabhängig
vom BRE.
In Bezug auf die bemannte Militärtechnik (zusätzlich zum
Bodenkrieg) beeinflußte das Erscheinen von gepanzerten Dampfschiffen
tiefgreifend die Marinemanöver und anschließend den Ausgang
des gesamten Krieges. : Als die zwei großen kriegsführenden
Mächte keine Flottenschiffe mehr hatten, endete der Krieg von
selbst, und jeder begann seine Wirtschaft wieder aufzubauen, während
die Kriegslust verflog.
Das Osmanische Empire war der große Sieger dieses Konflikts,
da es keinen seiner beiden Widersacher bevorzugte, sie sich gegenseitig
zerstören ließ, und schließlich den Balkan unter
seiner Autoritätsherrschaft behielt. Mit Ausnahme einiger griechischen
Inseln, die jetzt Militärstützpunkte der UR bzw. des BRE
oder Lager der Widerstandskämpfer sind.
Der
Kolonialkrieg : 53-70 UR (1845-62)
Gegensätzlich zu den vorhergehenden Kriegen, in denen Bürgerarmeen
aufgerufen waren Metropolengebiete, d.h. die Geburtsheimat zu verteidigen,
rief der Kolonialkrieg Berufsarmeen für ökonomischere und
strategischere Ziele auf. Deshalb fand dieser Konflikt in den abgelegeneren
Gebieten des Globus statt, insbesondere in Schwarzafrika.
Das auslösende Element dieses Konflikts, war der Wille zweier
Blöcke Eisenbahnnetze auf dem Schwarzen Kontinent anzulegen,
und die daraus resultierende Notwendigkeit des Besitzes zusammenhängender
und sicherer Territorien. Es folgten Truppenbewegungen an Land, auf
dem Wasser und als Neuheit von mehreren Luftraketen des Typs Aerostat.
Der Konflikt kam zum Stehen, als die Kolonien neu und kohärenter
unter der UR und dem BRE aufgeteilt worden waren. Diese extreme Logik
gab dem afrikanischen Kontinent seine Zweigeteiltheit : Westen UR
und Osten BRE.
In anderen Teilen des Globus drückte sich eine ähnliche
Logik aus, aber nicht zu vergessen sind die Konfrontationen mit den
Eingeborenen, die manchmal auf der Seite des Gegners stehen, oder
einfach Gegner sind.
Dieser Krieg ist das Werk von Bruce dem Ersten, er versinnbildlicht
seinen Willen das BRE auf allen Kontinenten zu implantieren, um alle
Volksstämme freiwillig oder unter Zwang seiner rotgekleideten
Armee zu unterwerfen. Man beachte, daß das weniger brutale Kolonisationsvorgehen
durch die UR leider nicht mehr bedeutete als ein weiniger großes
Territorium.

Der
Wettlauf um das All : 82-92 UR (1874-84)
Die Erforschung des Sonnensystems, und besonders der Monde des Eole,
scheint das aktuelle Thema der blockübergreifenden Strategie
zu sein. Doch nach dem Auftauchen des neuen antieuropäischen
Empires - dem Levanten-Empire - bleiben viele der militärischen
und diplomatischen Aktivitäten noch auf unsere gute alte Erde
zentriert, besonders seitdem die Beziehungen zwischen den Blöcken
protokollarischer geworden sind.
Jedoch bleibt ein Fakt unabstreitbar : Die Entwicklungssprünge
in Technik und Industrie wurden zu einem guten Teil dank der Roten
Kohle gemacht, und die irdischen Reserven scheinen wie Schnee in der
Sonne zu schmelzen. Ihr Abbau auf anderen Planeten wird die heilbringendste
Lösung sein, die es gilt in die Tat umzusetzen, woraus die Beschleunigung
des Wettlaufs um das All resultiert.
Bleibt, daß mit der Zunahme der Spionage und der Perfektionierung
der Mechanik und des Militärs, zahlreiche Analysten bereits den
Zweiten Globalkrieg, als unausweichliches Resultat des energetischen
Stresses in jedem der zwei Blöcke (nun noch verstärkt durch
zwei antieuropäische Empires), voraussagen.
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