2. Die Harmonisierung

Vom Jahr 20 bis 40 der UR (1812 bis 1832) kam der Wille der Harmonisierung der Universellen Republik auf, und gebar das was wir heutzutage kennen: Eine echte Föderation, mit einem Platz für das minimale gemeinsame Recht, aber auch für die lokalen Besonderheiten. Von weitem betrachtet scheint diese Föderation ein kommunistisches System zu sein, aber es ist in Wahrheit vielmehr ein Unternehmensstaat: Es ist an euch zu beurteilen, wo dort der feine Unterschied liegt.

Beginnen wir also damit über die einfachen Strukturen zu sprechen: Eine der großen kulturellen Errungenschaften der UR ist der Erhalt der regionalen Sprachen, so existieren in Frankreich beispielsweise ein Dutzend Sprachregionen. Tatsächlich ist das Frankreichprinzip an sich verschwunden, in dem der Zusammenhalt der Regionen über die Sprachgrundlage abgesichert wird. Jedoch einigte sich das Linguistikkomitee aller Länder des neuen Staats 1812 darauf eine Hilfssprache für die interregionale Kommunikation zu erschaffen. Innerhalb von zwei Generationen wurde sie vollständig verbreitet, und so sprechen heute fast alle Bürger zusätzlich zu ihrer Muttersprache (was oft die Regionalsprache ist) die Republikanische Sprache. Diese Sprache ist eine Art des Esperanto. Da sie aber von überzeugten Latinisten geschaffen wurde, enthält sie weniger slawische Konsonanten und kein einziges reines angelsächsisches Wort (aufgrund der Rivalitäten zwischen der UR und dem BRE).Ihr Schreibsystem ist dem des westlichen lateinischen Alphabets näher, und wurde im Anschluß für alle Sprachen der UR angewandt.

 

1. Uchronie - 3. Ministerien